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Foto: Mit freundlicher Genehmigung der Fa. www.playfit.de  

 


01.12.2009

Fit zu Fuß mit 60plus

Seit 13. Januar 2010 treibt die SPD AG 60plus im UB Straubing leichten Sport in frischer Luft, 

jeden zweiten Mittwoch um 14:00 Uhr,  

in der Fitnessinsel am Eisstadion Straubing, bei jedem Wetter.    

Die Fitnessinsel ist ein Spielplatz für alle Altersgruppen ab 12 Jahre.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Die Betreuung erfolgt durch 60plus Vorstandsmitglieder. 

Gäste sind willkommen.                                                                                                           

Genügend Parkplätze sind vorhanden

Achten Sie bitte auf die Einladungen durch die Medien.  

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                

02.07.2007

Kolumne „Seniorenspielplätze“ für Straubing im Straubinger Tagblatt

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Deshalb ist das Thema Älter werden – Fit und aktiv bleiben-                                                               derzeit für viele ein hochaktuelles Thema. Überlegungen, diese Gruppe anzusprechen und zusätzliche                                                       Angebote zu entwickeln, gibt es von verschiedenen Seiten. Unter dem Begriff „Seniorenspielplätze“                                                              möchte ich meinen Diskussionsanstoß zu Sport-, Bewegungs- und Freizeitangeboten für die älteren                                                        Bürgerinnen und Bürger Straubings einbringen. Auf Grünflächen von Wohn- und Seniorenheimen,                                                                 Sportvereinen und im öffentlichen Raum kann eine entsprechende Anlage die Menschen zur Bewegung                                                               verleiten eingerichtet werden. Schließlich bringt sanftes Training an der frischen Luft Lebensfreude                                                                       und steigert die Vitalität und Gesundheit und altersgerechte Angebote im öffentlichen Raum                                                      generationsübergreifende Kontaktmöglichkeiten. Hier kann man sich unkompliziert treffen und über die                                                      gemeinsame Nutzung der Geräte leicht ins Gespräch kommen. Ein vertrauter Ort gerade auch für ältere                                                               Menschen, wo sie jeden Tag kostenfrei etwas für ihre Gesundheit tun können und dabei Freude haben.                                                                 Der Begriff „Seniorenspielplatz“ erscheint jedoch für das angestrebte Angebot aus zweierlei Hinsicht                                                                  als unpassend und ist deshalb lediglich als Arbeitstitel zu verstehen. Zum einen umfasst die Altersgruppe                                                             der Senioren eine derart große Anzahl, dass sich viele ältere Menschen noch nicht als Senioren bezeichnen                                                       und diese Anlage unter Umständen erst gar nicht aufsuchen würden. Zum anderen wird unter einem                                                                     Spielplatz tendenziell eher eine Anlage für Kinder verstanden. Das Vorhaben sollte sich daher auf                                                                Sport-, Freizeit- und Bewegungsangebote für ältere Erwachsene beziehen.                                                                                                     Die Bezeichnung „Seniorenspielplätze" hat ihren Zweck, eine öffentliche Diskussion in Gang zu setzen.

Der Wandel unserer Gesellschaft ist in vollem Gange. Die Senioren sind heute gesünder, mobiler, qualifizierter                                                     und kaufkräftiger als alle vorherigen Generationen und legen Wert auf ihre Lebensqualität. Senioren                                                                 sind gleichzeitig aber auch mit zunehmendem Lebensalter stärker von gesundheitsbedingten Beschränkungen                                                      des Aktionsradius, von Desintegration, Isolation und Einsamkeit bedroht. Ein „Seniorenspielplatz“ könnte in                                                          diesem Zusammenhang eine Möglichkeit bieten, den veränderten Bedürfnissen nachzukommen.   

Laut Umfragen gelten  fast 90% der Senioren unter gesundheitssportlichen Aspekten als inaktiv.                                                                         Die Gefahr ist groß, dass Passivität in Funktionsunfähigkeit, zunehmende Pflegebedürftigkeit,                                                           Teilnahmslosigkeit, Freudlosigkeit, Einsamkeit und Lebensüberdruss mündet. Entsprechende Angebote auf                                                             einem „Seniorenspielplatz“ können die erstrebenswerten positiven Gesundheits-Effekte bei älteren Menschen                                                        erzielen. In Straubing gibt es schon Sportvereine, die Sportangebote für ältere Bürgerinnen und Bürger                                                        anbieten. Gerade im Seniorenbereich wird versucht der Vereinsamung der Mitglieder entgegenzuwirken.                                                          Gegenwärtig ist allerdings nicht bekannt, ob in Straubing das Angebot an spezifischen Sport- und                                                  Bewegungsmöglichkeiten für Senioren den Bedarf dieser Zielgruppe deckt. Angebote bieten die Möglichkeit,                                                            dass Eltern und Großeltern nicht auf der Bank sitzen, sondern sich gemeinsam mit den Kindern bewegen.                                                           Auf diese Weise findet wieder ein Miteinander zwischen den Generationen statt.

Da Senioren in der Regel nicht mehr nach Leistung streben, sollten „Seniorenspielplätze“ vielmehr so aufgebaut                                                sein, dass Fähigkeiten zu erwerben sind, die helfen, den Alltag bestmöglich zu bewältigen. Eine Möglichkeit                                                          der Organisationsform ist eine abgetrennte Anlage. Diese zielgruppenspezifische Einrichtung wird zwar nicht                                           ausschließlich Senioren vorbehalten, jedoch stärker auf die Bedürfnisse Älterer zugeschnitten sein. Im Bereich                                                     des „Seniorenspielplatzes“ wird es eher geruhsam zugehen. Sehr günstig ist die räumliche Nähe zum                                                     Kinderspielplatz, wodurch die Senioren entweder zusammen mit den Enkeln kommen oder mit anderen Familien                                                    Kontakte pflegen können. Neben einer separierten Anlage ist auch eine integrierte Organisationsform denkbar.                                                       In diesem Fall stellt ein „Seniorenspielplatz“ eher einen Platz für die Begegnung der Generationen mit                                                               zahlreichen Beschäftigungsmöglichkeiten und Spielgeräten für Jung und Alt dar. In den Parkanlagen könnten                                                        alle Altersgruppen Spielangebote nutzen. Das vorhandene Wegenetz ist bereits heute schon zum Joggen und                                                     Nordic-Walking geeignet und dient natürlich auch zum Spazierengehen. Ein „Seniorenspielplatz“ mit                                                       spielerischen Angeboten ermöglicht in erster Linie gemeinschaftliche Aktivitäten und zeichnet sich als                                                      gesellschaftlicher Treffpunkt aus. Zur Verbesserung der Gesundheit könnten an verschiedenen Stellen                                                              Kneippbecken, eines ist in Frauenbrünnl bereits vorhanden, Fluß-/Bacherlebnispfade sowie Treffpunkte zur                                                   Meditation eingerichtet werden. Denkbar sind in diesem Zusammenhang Geräte oder Spielangebote, die auch                                                        für Rollstuhlfahrer und bewegungseingeschränkte Menschen geeignet sind. So können Eindrücke und                                                    Bewegungen, von denen diese Menschen in der Regel ausgeschlossen sind, wieder erlebt werden. Um ein                                                entsprechendes Feedback über die gewünschten Angebote zu erhalten, sollen im Rahmen der nächsten                                                     Wohnungs- und Haushaltserhebung zu den Themenbereichen „Sport, Spiel, Gesundheit und Infrastruktur“                                                entsprechende Fragen gestellt werden. Die Aktivitäten der Senioren können durch Angebote Dritter ergänzt                                                     werden.

Bei der Frage nach einem möglichen Standort ist es sinnvoll, einen Platz zu wählen, der bereits als                                               Freizeitbeschäftigung von älteren Menschen aufgesucht wird. Aus Gründen der schnellen Erreichbarkeit ist eine                                                    räumliche Nähe zu Wohnanlagen anzustreben. Zu berücksichtigen sind zudem folgende Voraussetzungen:                                                Toilettenanlagen, Imbiss oder Café in der Nähe, verkehrsgünstige Lage, genügend Schatten, problemloser,                                                        ebenerdiger Zugang, gut befestigter bzw. rutschfester Boden, ausreichend Sitzgelegenheiten                                                                              (Bänke und Tische), Platz für spezielle Angebote wie z.B. Tai Chi. Für die Umsetzung der oben aufgeführten                                            Maßnahmen kommen die Parkanlagen in allen Stadtteilen in Frage. Des weiteren könnten auch kleinere                                                    Grünanlagen mit Quartierscharakter, auch im Rahmen der „Sozialen Stadt“ mit einbezogen werden.                                                                       Darüber hinaus könnte ein „Seniorenspielplatz“ gut auch auf einem Vereinsgelände integriert werden.                                                                   Dort gibt es schon Angebote für Vereinsmitglieder. Ferner soll eine Betreuung vor Ort, z.B. durch Ehrenamtliche,                                                     möglich sein. Um speziell die Voraussetzungen und Bedürfnisse für einen „Seniorenspielplatz“ zu ermitteln,                                                    erscheint eine Befragung sinnvoll. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung können                                                      „Seniorenspielplätze“ ein ganz neues städtisches Angebot sein. Viele können sich Begriffe wie „Freizeitoase“                                                         oder „(Senioren-) Freizeitpark“ vorstellen. Die Stadt kann in Zusammenarbeit mit den Medien einen Namen für                                                        den „Seniorenspielplatz“ suchen. Ein Gremium aus Sportamt, Beiräten, Verwaltungsräten und Bürgermeister                                                            sollte letztendlich über eine Benennung befinden. Über den Fortschritt der eingeleiteten Maßnahmen soll                                                          regelmäßig in der Presse berichtet werden. Seniorenclubs, Sportvereine, Verbände, wie Arbeiterwohlfahrt                                                              und ähnlich interessierte Organisationen sind gezielt zu informieren und einzubinden.

Fritz Keller, Stadtrat

Stv. Vorsitzender 60plus im SPD Unterbezirk Straubing  

ab 14.10.2009 Vorsitzender 60plus im SPD Unterbezirk Straubing

 

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